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a priori / a posterioriBild: © Foto H.-P.Haack · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

a priori / a posteriori

A priori ist Erkenntnis unabhängig von aller Erfahrung (z. B. Mathematik); a posteriori ist Erkenntnis aus der Erfahrung.

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Anschauung

Die unmittelbare, sinnliche Vorstellung eines einzelnen Gegenstands — für Kant die unverzichtbare Materialquelle aller Erkenntnis.

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AntinomieBild: © Foto H.-P.Haack · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Antinomie

Ein Widerstreit der Vernunft mit sich selbst: These und Gegenthese lassen sich — so Kants Aufweis — gleichermaßen beweisen: für ihn das Alarmsignal einer grenzüberschreitenden Metaphysik.

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AufklärungBild: unbekannt / unknown · Public domain · Wikimedia Commons

Aufklärung

„Der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“ — so Kants berühmte Definition von 1784.

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AutonomieBild: Immanuel Kant · Public domain · Wikimedia Commons

Autonomie

Selbstgesetzgebung des Willens: Frei ist, wer sich das moralische Gesetz selbst gibt — statt von Neigungen oder Autoritäten bestimmt zu werden.

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Das ErhabeneBild: Caspar David Friedrich · Public domain · Wikimedia Commons

Das Erhabene

Erhaben ist, „was schlechthin groß ist“: das Übergroße und Übermächtige der Natur, an dem der Mensch zugleich seine Ohnmacht und seine Vernunftbestimmung erfährt.

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Das SchöneBild: Immanuel Kant · Public domain · Wikimedia Commons

Das Schöne

Schön ist nach der „Kritik der Urteilskraft“, was ohne Interesse und ohne Begriff allgemein gefällt.

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Ding an sichBild: © Foto H.-P.Haack · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Ding an sich

Die Wirklichkeit, wie sie unabhängig von unserer Erkenntnis ist — für Kant grundsätzlich unerkennbar; wir erkennen nur Erscheinungen.

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Empirismus

Die Position, dass alles Wissen letztlich aus der Sinneserfahrung stammt — vertreten etwa von Locke, Berkeley und Hume.

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Erscheinung

Der Gegenstand, wie er uns durch Raum, Zeit und Kategorien gegeben ist — das Einzige, was wir erkennen können.

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GenieBild: Immanuel Kant · Public domain · Wikimedia Commons

Genie

Das angeborene Talent, durch das „die Natur der Kunst die Regel gibt“ — für Kant der Ursprung aller schönen Kunst.

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GeschmacksurteilBild: Immanuel Kant · Public domain · Wikimedia Commons

Geschmacksurteil

Das ästhetische Urteil „Das ist schön“: Sein Bestimmungsgrund ist subjektiv — ein Gefühl —, und doch erhebt es Anspruch auf jedermanns Zustimmung.

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Guter WilleBild: Immanuel Kant · Public domain · Wikimedia Commons

Guter Wille

Das Einzige, was „ohne Einschränkung für gut“ gehalten werden kann — so beginnt der erste Abschnitt von Kants „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“.

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Heteronomie

Fremdbestimmung des Willens — das Gegenteil der Autonomie: Der Wille lässt sich von Neigungen, Nutzen oder äußeren Autoritäten leiten.

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Höchstes GutBild: Immanuel Kant · Public domain · Wikimedia Commons

Höchstes Gut

Die Verbindung von Tugend und Glückseligkeit: Glück im genauen Verhältnis zur Glückswürdigkeit — für Kant das Ziel der reinen praktischen Vernunft.

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Hypothetischer Imperativ

Ein Gebot unter Bedingung: „Wenn du X erreichen willst, tu Y.“ Es gilt nur, solange man den Zweck will — anders als der kategorische Imperativ.

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Kategorien

Die zwölf reinen Verstandesbegriffe (z. B. Ursache, Substanz, Einheit), mit denen der Verstand alle Erfahrung strukturiert — vor aller Erfahrung.

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Kategorischer ImperativBild: Immanuel Kant · Public domain · Wikimedia Commons

Kategorischer Imperativ

Das oberste Prinzip der kantischen Ethik: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, daß sie ein allgemeines Gesetz werde.“

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Kopernikanische WendeBild: © Foto H.-P.Haack · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Kopernikanische Wende

Kants Umkehrung der Blickrichtung: Nicht unsere Erkenntnis richtet sich nach den Gegenständen — die Gegenstände der Erfahrung richten sich nach unserer Erkenntnis.

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Kritik (bei Kant)Bild: © Foto H.-P.Haack · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Kritik (bei Kant)

Bei Kant heißt Kritik nicht Tadel, sondern Prüfung: die Untersuchung, was ein Vermögen leisten kann und wo seine Grenzen liegen.

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Maxime

Der subjektive Grundsatz des Handelns — die persönliche Regel, nach der jemand tatsächlich handelt.

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Metaphysik

Die philosophische Grunddisziplin nach den letzten Fragen — Gott, Freiheit, Seele, Welt im Ganzen. Kant prüft, ob sie je Wissenschaft werden kann.

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MündigkeitBild: unbekannt / unknown · Public domain · Wikimedia Commons

Mündigkeit

Die Fähigkeit, sich des eigenen Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen — das Ziel der Aufklärung.

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Noumenon

Ein bloßes Gedankending: der Begriff eines Gegenstands, der nicht sinnlich, sondern nur gedacht wäre — bei Kant ein Grenzbegriff der Erkenntnis.

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Pflicht

„Pflicht ist die Notwendigkeit einer Handlung aus Achtung fürs Gesetz“ — der Grundbegriff der kantischen Ethik.

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Postulate der praktischen VernunftBild: Immanuel Kant · Public domain · Wikimedia Commons

Postulate der praktischen Vernunft

Freiheit, Unsterblichkeit der Seele und Gott: Annahmen, die die praktische Vernunft fordert, obwohl theoretisches Wissen über sie unmöglich ist.

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Rationalismus

Die Position, dass sicheres Wissen vorrangig dem reinen Denken entstammt — klassisch bei Descartes, Spinoza und Leibniz.

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Raum und Zeit

Für Kant keine Dinge und keine Eigenschaften der Dinge an sich, sondern die reinen Formen unserer sinnlichen Anschauung: Alles, was uns erscheint, erscheint in Raum und Zeit.

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Regulative Idee

Vernunftideen wie Seele, Welt und Gott liefern keine Erkenntnis von Gegenständen — aber sie leiten als Richtschnur unser Forschen und Handeln.

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Reich der ZweckeBild: Immanuel Kant · Public domain · Wikimedia Commons

Reich der Zwecke

Kants Gedankenbild einer Gemeinschaft vernünftiger Wesen, die durch gemeinschaftliche Gesetze systematisch verbunden sind — jeder zugleich Gesetzgeber und Untertan.

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Sinnlichkeit

Das rezeptive Erkenntnisvermögen: die Fähigkeit, von Gegenständen affiziert zu werden und Anschauungen zu empfangen — geformt durch Raum und Zeit.

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SittengesetzBild: Immanuel Kant · Public domain · Wikimedia Commons

Sittengesetz

Das Grundgesetz der reinen praktischen Vernunft: Es gebietet, nur nach Maximen zu handeln, die als allgemeine Gesetzgebung taugen.

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Synthetisch / analytischBild: © Foto H.-P.Haack · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Synthetisch / analytisch

Analytische Urteile erläutern nur, was im Begriff schon steckt; synthetische erweitern das Wissen. Kants Leitfrage: Wie sind synthetische Urteile a priori möglich?

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Transzendental

Kants Methode: die Untersuchung der Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis — nicht zu verwechseln mit „transzendent“ (jenseitig).

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Urteil

Die Grundoperation des Denkens: die Verbindung von Vorstellungen, in der einem Subjekt ein Prädikat zu- oder abgesprochen wird.

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Vernunft

Das oberste Erkenntnisvermögen: Es zieht Schlüsse, bildet Ideen vom Unbedingten (Seele, Welt, Gott) und gibt als praktische Vernunft dem Willen das Gesetz.

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Verstand

Das Vermögen der Begriffe und Regeln: Der Verstand verbindet das sinnlich Gegebene aktiv zu Urteilen und damit zu Erkenntnis.

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WeltbürgerrechtBild: Kant · Public domain · Wikimedia Commons

Weltbürgerrecht

Der dritte Definitivartikel aus „Zum ewigen Frieden“: „Das Weltbürgerrecht soll auf Bedingungen der allgemeinen Hospitalität eingeschränkt sein.“

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Würde

Der absolute Wert der Person: Was einen Preis hat, kann ersetzt werden — was Würde hat, lässt kein Äquivalent zu.

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Zweck an sich

Personen existieren als Zwecke an sich selbst: Sie haben absoluten Wert und dürfen nie bloß als Mittel gebraucht werden.

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