Vernunft
Das oberste Erkenntnisvermögen: Es zieht Schlüsse, bildet Ideen vom Unbedingten (Seele, Welt, Gott) und gibt als praktische Vernunft dem Willen das Gesetz.
Während der Verstand Erfahrung ordnet, sucht die theoretische Vernunft nach dem Unbedingten hinter allem Bedingten — und bildet dabei die Ideen von Seele, Welt und Gott, denen keine mögliche Erfahrung entspricht. Genau hier drohen die Täuschungen, die Kant in der „Kritik der reinen Vernunft“ seziert.
Die praktische Vernunft dagegen bestimmt das Handeln: Sie gibt dem Willen das moralische Gesetz — unabhängig von Neigung und Erfahrung. Dass dieselbe Vernunft im Erkennen begrenzt und im Handeln gesetzgebend ist, gehört zum Kern der kantischen Philosophie.
Hier kommt der Begriff vor
- Ästhetik
- Aufklärung — Öffentlich oder privat?
- Erkenntnis
- Ethik — Der kategorische Imperativ
- Leben — Tischgespräche
- Frieden & Politik — Vom Entwurf zur Weltordnung
- Anthropologie in pragmatischer Hinsicht — Aufbau & Kernthesen
- Das Ende aller Dinge
- Grundlegung zur Metaphysik der Sitten
- Kritik der praktischen Vernunft
- Kritik der reinen Vernunft
- Kritik der Urteilskraft
- Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? — Kernthesen
- FAQ
- Hoffen
- Hoffnung — Freiheit, Unsterblichkeit, Gott: die drei Postulate
- Werkstatt — Dein Logbuch
- Mensch — Warum die drei Fragen in die vierte münden
- Handeln
- Unterricht — 1 · Was ist Aufklärung?
- Wissen
Quelle: Wikipedia: Vernunft