Immanuel KantLeben · Werk · Wirkung

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Vernunft

Das oberste Erkenntnisvermögen: Es zieht Schlüsse, bildet Ideen vom Unbedingten (Seele, Welt, Gott) und gibt als praktische Vernunft dem Willen das Gesetz.

Während der Verstand Erfahrung ordnet, sucht die theoretische Vernunft nach dem Unbedingten hinter allem Bedingten — und bildet dabei die Ideen von Seele, Welt und Gott, denen keine mögliche Erfahrung entspricht. Genau hier drohen die Täuschungen, die Kant in der „Kritik der reinen Vernunft“ seziert.

Die praktische Vernunft dagegen bestimmt das Handeln: Sie gibt dem Willen das moralische Gesetz — unabhängig von Neigung und Erfahrung. Dass dieselbe Vernunft im Erkennen begrenzt und im Handeln gesetzgebend ist, gehört zum Kern der kantischen Philosophie.

Hier kommt der Begriff vor

Quelle: Wikipedia: Vernunft