Höchstes Gut
Die Verbindung von Tugend und Glückseligkeit: Glück im genauen Verhältnis zur Glückswürdigkeit — für Kant das Ziel der reinen praktischen Vernunft.
Die Antike stritt, worin das summum bonum besteht. Stoiker und Epikureer folgten dabei, so Kant, derselben Methode: Beide behaupteten eine Identität von Tugend und Glückseligkeit — der Stoiker fand das Glück schon im Bewusstsein der Tugend, der Epikureer die Tugend schon in der klugen Maxime, glücklich zu werden. Für Kant aber sind beide „specifisch ganz verschiedene Elemente“: Ihre Verbindung ist nicht analytisch, sondern synthetisch. Tugend ist das oberste Gut, das vollendete verlangt zusätzlich Glückseligkeit nach dem Maß der Glückswürdigkeit.
Nur: In der Erfahrungswelt gehen Tugend und Glück offenkundig nicht zusammen. Diese Spannung führt Kant zu den Postulaten der praktischen Vernunft — Gott und Unsterblichkeit als Bedingungen, unter denen das höchste Gut denkbar bleibt und moralisches Streben nicht ins Leere läuft.
Hier kommt der Begriff vor
- Ethik — Die Kritik der praktischen Vernunft
- Das Ende aller Dinge — Aufbau & Kernthesen
- Kritik der praktischen Vernunft — Aufbau & Kernthesen
- Hoffen
- Hoffnung — Das höchste Gut: würdig und glücklich
Quelle: Wikipedia: Höchstes Gut