Das Erhabene
Erhaben ist, „was schlechthin groß ist“: das Übergroße und Übermächtige der Natur, an dem der Mensch zugleich seine Ohnmacht und seine Vernunftbestimmung erfährt.
Kant unterscheidet das Mathematisch-Erhabene — das schlechthin Große, an dem die Einbildungskraft scheitert, etwa der Sternenhimmel — vom Dynamisch-Erhabenen: der übermächtigen Natur, dem sturmgepeitschten Ozean, dem Gewitter über dem Gebirge.
Das Erhabene ist darum ein gemischtes Gefühl: erst Hemmung, dann Ergießung der Lebenskräfte. In der Unlust über die eigene sinnliche Ohnmacht entdeckt der Mensch ein „übersinnliches Vermögen“ in sich — seine Vernunft und moralische Bestimmung, die keine Naturgewalt erreichen kann. Anders als das Schöne gefällt das Erhabene gerade durch seinen Widerstand gegen das Interesse der Sinne.
Selbst ausprobieren
Hier kommt der Begriff vor
- Ästhetik — Das Erhabene
- Zeitstrahl
- Werke
- Das Ende aller Dinge — Entstehung & Kontext
- Kritik der Urteilskraft
- Kant gegen Kant — Rasse: eine Gattung, aber eine Rangordnung
Quelle: Wikipedia: Das Erhabene