Immanuel KantLeben · Werk · Wirkung

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Das Erhabene

C. D. Friedrich: Der Wanderer über dem Nebelmeer (um 1817) — Sinnbild des Erhabenen
Bild: Caspar David Friedrich · Public domain · Wikimedia Commons

Erhaben ist, „was schlechthin groß ist“: das Übergroße und Übermächtige der Natur, an dem der Mensch zugleich seine Ohnmacht und seine Vernunftbestimmung erfährt.

Kant unterscheidet das Mathematisch-Erhabene — das schlechthin Große, an dem die Einbildungskraft scheitert, etwa der Sternenhimmel — vom Dynamisch-Erhabenen: der übermächtigen Natur, dem sturmgepeitschten Ozean, dem Gewitter über dem Gebirge.

Das Erhabene ist darum ein gemischtes Gefühl: erst Hemmung, dann Ergießung der Lebenskräfte. In der Unlust über die eigene sinnliche Ohnmacht entdeckt der Mensch ein „übersinnliches Vermögen“ in sich — seine Vernunft und moralische Bestimmung, die keine Naturgewalt erreichen kann. Anders als das Schöne gefällt das Erhabene gerade durch seinen Widerstand gegen das Interesse der Sinne.

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Quelle: Wikipedia: Das Erhabene