Heteronomie
Fremdbestimmung des Willens — das Gegenteil der Autonomie: Der Wille lässt sich von Neigungen, Nutzen oder äußeren Autoritäten leiten.
Heteronom ist ein Wille, der sein Gesetz nicht aus der eigenen Vernunft nimmt, sondern von außen empfängt: aus Trieben und Neigungen, aus der Aussicht auf Glück oder Vorteil, aus gesellschaftlichem Druck oder göttlichen Befehlen.
Für Kant scheitern alle heteronomen Moralbegründungen: Sie liefern bestenfalls hypothetische Imperative — Regeln, die nur gelten, solange man das jeweilige Ziel will. Verbindliche Sittlichkeit gibt es nur, wo der Wille sich das Gesetz selbst gibt, also aus Autonomie.
Hier kommt der Begriff vor
- Ethik — Der kategorische Imperativ
Quelle: Wikipedia: Heteronomie