Immanuel KantLeben · Werk · Wirkung

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Ding an sich

Titelblatt der Kritik der reinen Vernunft (1781)
Bild: © Foto H.-P.Haack · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Die Wirklichkeit, wie sie unabhängig von unserer Erkenntnis ist — für Kant grundsätzlich unerkennbar; wir erkennen nur Erscheinungen.

Kants transzendentaler Idealismus unterscheidet zwischen der Welt, wie sie uns erscheint (geformt durch die Anschauungsformen Raum und Zeit sowie die Verstandeskategorien), und der Welt, wie sie an sich ist — dem, was da erscheint, unabhängig von unserer Anschauung betrachtet. Über Letztere können wir nichts wissen — wir können sie nur denken. Eng verwandt ist das Noumenon, der bloß durch den Verstand gedachte Gegenstand; Kant gebraucht beide Ausdrücke oft nahezu gleichbedeutend, ihr genaues Verhältnis ist in der Forschung umstritten.

Diese Grenze ist keine Schwäche, sondern Programm: Sie erklärt, warum Mathematik und Naturwissenschaft sicheres Wissen liefern (sie beschreiben die Erscheinungswelt), und schafft zugleich Raum für Freiheit und Moral jenseits der Naturkausalität.

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Quelle: Wikipedia: Ding an sich