Ding an sich
Die Wirklichkeit, wie sie unabhängig von unserer Erkenntnis ist — für Kant grundsätzlich unerkennbar; wir erkennen nur Erscheinungen.
Kants transzendentaler Idealismus unterscheidet zwischen der Welt, wie sie uns erscheint (geformt durch die Anschauungsformen Raum und Zeit sowie die Verstandeskategorien), und der Welt, wie sie an sich ist — dem, was da erscheint, unabhängig von unserer Anschauung betrachtet. Über Letztere können wir nichts wissen — wir können sie nur denken. Eng verwandt ist das Noumenon, der bloß durch den Verstand gedachte Gegenstand; Kant gebraucht beide Ausdrücke oft nahezu gleichbedeutend, ihr genaues Verhältnis ist in der Forschung umstritten.
Diese Grenze ist keine Schwäche, sondern Programm: Sie erklärt, warum Mathematik und Naturwissenschaft sicheres Wissen liefern (sie beschreiben die Erscheinungswelt), und schafft zugleich Raum für Freiheit und Moral jenseits der Naturkausalität.
Selbst ausprobieren
Hier kommt der Begriff vor
- Erkenntnis — Erscheinung, Ding an sich — die Grenzen der Metaphysik
- Kritik der reinen Vernunft — Aufbau & Kernthesen
- Startseite — Kant in fünf Minuten
- Unterricht — 4 · Erkenntnistheorie: Rationalismus, Empirismus, Kants Wende
Quelle: Wikipedia: Ding an sich