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Synthetisch / analytisch

Titelblatt der Kritik der reinen Vernunft (1781)
Bild: © Foto H.-P.Haack · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Analytische Urteile erläutern nur, was im Begriff schon steckt; synthetische erweitern das Wissen. Kants Leitfrage: Wie sind synthetische Urteile a priori möglich?

In einem analytischen Urteil ist das Prädikat im Subjektbegriff bereits enthalten („Alle Körper sind ausgedehnt“) — es zergliedert nur, was man schon denkt. Ein synthetisches Urteil fügt dem Begriff etwas Neues hinzu und erweitert so das Wissen; meist stützt es sich auf Erfahrung.

Das Besondere sind Urteile, die zugleich synthetisch und a priori sind: Sie erweitern das Wissen und gelten doch notwendig und allgemein — wie „7 + 5 = 12“, wo die Zwölf nicht in den Begriffen von Sieben und Fünf steckt. Ihre Möglichkeit zu erklären ist die Kernaufgabe der „Kritik der reinen Vernunft“.

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Quelle: Wikipedia: Synthetisch / analytisch