Synthetisch / analytisch
Analytische Urteile erläutern nur, was im Begriff schon steckt; synthetische erweitern das Wissen. Kants Leitfrage: Wie sind synthetische Urteile a priori möglich?
In einem analytischen Urteil ist das Prädikat im Subjektbegriff bereits enthalten („Alle Körper sind ausgedehnt“) — es zergliedert nur, was man schon denkt. Ein synthetisches Urteil fügt dem Begriff etwas Neues hinzu und erweitert so das Wissen; meist stützt es sich auf Erfahrung.
Das Besondere sind Urteile, die zugleich synthetisch und a priori sind: Sie erweitern das Wissen und gelten doch notwendig und allgemein — wie „7 + 5 = 12“, wo die Zwölf nicht in den Begriffen von Sieben und Fünf steckt. Ihre Möglichkeit zu erklären ist die Kernaufgabe der „Kritik der reinen Vernunft“.
Selbst ausprobieren
Analytisch oder synthetisch? A priori oder a posteriori? Ordne Kants berühmte Beispiele ein.
Hier kommt der Begriff vor
- Erkenntnis — Vier Arten zu urteilen
- Kritik der reinen Vernunft — Aufbau & Kernthesen
- Unterricht — 4 · Erkenntnistheorie: Rationalismus, Empirismus, Kants Wende