Immanuel KantLeben · Werk · Wirkung

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Kritik (bei Kant)

Titelblatt der Kritik der reinen Vernunft (1781)
Bild: © Foto H.-P.Haack · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Bei Kant heißt Kritik nicht Tadel, sondern Prüfung: die Untersuchung, was ein Vermögen leisten kann und wo seine Grenzen liegen.

Das Wort kommt vom griechischen krinein: unterscheiden, beurteilen. Kritik ist bei Kant die reflektierende Prüfung der Gültigkeit und der Grenzen eines Vermögens — im Fall der „Kritik der reinen Vernunft“ prüft die Vernunft sich selbst: Sie setzt selbst einen Gerichtshof ein, der ihre gerechten Ansprüche sichert und grundlose Anmaßungen abweist.

Diese Prüfung versteht Kant als Vorbereitung („Propädeutik“) einer künftigen wissenschaftlichen Metaphysik. Sein Zeitalter nennt er das „Zeitalter der Kritik“, der sich alles unterwerfen muss — und dem Programm folgen drei Hauptwerke: die Kritiken der reinen Vernunft, der praktischen Vernunft und der Urteilskraft.

Hier kommt der Begriff vor

Quelle: Wikipedia: Kritik (bei Kant)