Geschmacksurteil
Das ästhetische Urteil „Das ist schön“: Sein Bestimmungsgrund ist subjektiv — ein Gefühl —, und doch erhebt es Anspruch auf jedermanns Zustimmung.
Geschmacksurteile sind nach Kant ästhetisch: Ihr Bestimmungsgrund kann „nicht anders als subjektiv sein“ — das Gefühl von Lust am Gegenstand, nicht ein Begriff von ihm. Deshalb lassen sie sich nicht beweisen; niemand kann durch Argumente gezwungen werden, etwas schön zu finden.
Und doch sind sie mehr als Privatgeschmack: Wer urteilt „Das ist schön“, sinnt das Wohlgefallen jedermann an — er spricht mit „allgemeiner Stimme“. Möglich ist das, weil das Urteil nicht auf zufälligen Reizen beruht, sondern auf dem freien Spiel der Erkenntniskräfte, die alle Menschen teilen.
Selbst ausprobieren
Hier kommt der Begriff vor
- Ästhetik — Das Geschmacksurteil
- Kritik der Urteilskraft — Aufbau & Kernthesen
Quelle: Wikipedia: Geschmacksurteil