Immanuel KantLeben · Werk · Wirkung

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Rationalismus

Die Position, dass sicheres Wissen vorrangig dem reinen Denken entstammt — klassisch bei Descartes, Spinoza und Leibniz.

Der Rationalismus hält das reine Denken für die vorrangige Quelle und Rechtfertigung des Wissens: Sichere Erkenntnis gründet in angeborenen, a priori gegebenen Ideen, und nach dem Vorbild der Mathematik soll sich die Welt deduktiv aus ersten Prinzipien erschließen lassen. René Descartes, Baruch de Spinoza und Gottfried Wilhelm Leibniz prägen die klassische Phase.

Kant, in der Leibniz-Wolffschen Schule ausgebildet, nannte diese Metaphysik später „dogmatisch“ — sie behauptet Erkenntnis über Gott, Seele und Welt, ohne vorher zu prüfen, ob die Vernunft dazu überhaupt imstande ist. Seine Transzendentalphilosophie versteht sich als Ausgleich: rationale Strukturen ja, aber nur in Anwendung auf mögliche Erfahrung.

Hier kommt der Begriff vor

Quelle: Wikipedia: Rationalismus