Anschauung
Die unmittelbare, sinnliche Vorstellung eines einzelnen Gegenstands — für Kant die unverzichtbare Materialquelle aller Erkenntnis.
Kant unterscheidet empirische Anschauung, die uns über die Sinne gegeben wird, von der reinen Anschauung a priori: Raum und Zeit, die als bloße Formen unseres Anschauens jeder Wahrnehmung schon zugrunde liegen. Was immer uns erscheint, erscheint in diesen Formen.
Erkenntnis entsteht erst im Zusammenspiel mit dem Verstand: „Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind.“ Anschauung liefert den Stoff, der Begriff die Ordnung — keines kann das andere ersetzen.
Hier kommt der Begriff vor
- Ästhetik — Das Erhabene
- Erkenntnis — Raum, Zeit — und die zwölf Kategorien
- Kritik der reinen Vernunft — Aufbau & Kernthesen
- FAQ
- Mensch — Warum die drei Fragen in die vierte münden
- Unterricht — 4 · Erkenntnistheorie: Rationalismus, Empirismus, Kants Wende
- Wissen
Quelle: Wikipedia: Anschauung