Pflicht
„Pflicht ist die Notwendigkeit einer Handlung aus Achtung fürs Gesetz“ — der Grundbegriff der kantischen Ethik.
Kant unterscheidet scharf zwischen pflichtgemäßem Handeln und Handeln aus Pflicht: Wer ehrlich ist, weil sich Ehrlichkeit auszahlt oder weil er Strafe fürchtet, handelt zwar äußerlich richtig — moralischen Wert hat aber nur die Handlung, deren Bestimmungsgrund die Achtung vor dem Sittengesetz selbst ist.
Pflicht ist bei Kant kein blinder Gehorsam gegenüber äußeren Autoritäten, sondern Selbstverpflichtung der Vernunft: Der Wille bindet sich an das Gesetz, das er sich als vernünftiges Wesen selbst gibt. Ethiken, die wie Kants die Pflicht ins Zentrum stellen, heißen bis heute deontologisch — Pflichtenlehren.
Selbst ausprobieren
Führe Kants Beispiele Schritt für Schritt durch die Prüfung des kategorischen Imperativs.
Dilemma-Werkstatt
Knifflige Fälle nach Kants eigenen Beispielen: Entscheide zuerst selbst, dann spricht Kant.
Lernkarten
Wiederhole den Begriff mit der Lernkartei — was du weißt, kommt seltener wieder.
Hier kommt der Begriff vor
- Aufklärung — Öffentlich oder privat?
- Ethik — Aus Pflicht — nicht bloß pflichtgemäß
- Leben — Herkunft und Kindheit
- Frieden & Politik — Recht und Staat: die Metaphysik der Sitten
- Die Metaphysik der Sitten
- Grundlegung zur Metaphysik der Sitten — Entstehung & Kontext
- Kritik der praktischen Vernunft — Wirkung & Bedeutung heute
- Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? — Kernthesen
- FAQ
- Hoffnung — Das höchste Gut: würdig und glücklich
- Handeln
- Unterricht — 2 · Kategorischer Imperativ, Pflicht und Neigung
Quelle: Wikipedia: Pflicht