Immanuel KantLeben · Werk · Wirkung
Für Lehrkräfte

Kant im Unterricht

Fünf Stundenentwürfe entlang der Lehrplanthemen, jeweils für 45 oder 90 Minuten, mit Arbeitsblatt zum Ausdrucken. Dazu ein Beamer-Modus, der Kants Antwort verdeckt hält, bis die Klasse abgestimmt hat.

Jedes Paket folgt demselben Aufbau: Ziel, Ablauf in drei Phasen, passende Geräte aus der Werkstatt, Impulsfragen und ein Arbeitsblatt. Die Zuordnung zu Klassenstufen ist ein Vorschlag.

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1 · Was ist Aufklärung?

ab Klasse 9 · Ethik, Philosophie, Deutsch, Geschichte

Ziel

Die Klasse erklärt Kants Bestimmung der Aufklärung mit eigenen Worten, unterscheidet Unmündigkeit aus Mangel an Verstand von selbstverschuldeter Unmündigkeit und fragt, wer heute „für uns denkt“.

Ablauf

45 Minuten

  1. Einstieg5 Min.

    Beamer-Probe „Was meint Kant mit Aufklärung?“ weiter unten auf dieser Seite: Handzeichen zählen, noch nicht aufdecken.

  2. Erarbeitung25 Min.

    Den ersten Absatz der Schrift (AA VIII 35) gemeinsam lesen. Arbeitsblatt, Aufgaben 1 bis 3 in Partnerarbeit: Unmündigkeit erklären, Kants drei Vormünder (Buch, Seelsorger, Arzt) um heutige ergänzen.

  3. Sicherung15 Min.

    Kants Antwort aufdecken und mit dem Stimmungsbild vergleichen. Tafelbild: Unmündigkeit · selbstverschuldet, wenn es an Entschließung und Mut fehlt · Wahlspruch „Sapere aude“. Aufgabe 4 als Hausaufgabe.

90 Minuten

  1. Einstieg10 Min.

    Wie in 45 Minuten, dazu eine Sammlung: Wo lässt du heute andere für dich entscheiden?

  2. Erarbeitung55 Min.

    Erster Absatz wie oben. Danach der öffentliche und der private Gebrauch der Vernunft (AA VIII 37): Kants Beispiele Offizier, Bürger mit seinen Abgaben und Geistlicher in Gruppen zuordnen. Kants Wortgebrauch überrascht: „privat“ ist der Gebrauch im Amt, „öffentlich“ der Gebrauch als Gelehrter vor der ganzen Leserwelt.

  3. Sicherung25 Min.

    Aufdecken, Ergebnisse vergleichen, Aufgabe 4 als kurze Stellungnahme. Jede Stellungnahme nennt ein Gegenargument.

Geräte aus der Werkstatt

Zum Nachlesen: Aufklärung

Impulsfragen

  • Kant schreibt: „Es ist so bequem, unmündig zu sein.“ Wann ist es dir bequem, andere entscheiden zu lassen?
  • Ist jemand unmündig, der einer Navi-App folgt? Wo liegt für dich die Grenze zwischen Hilfe nutzen und das Denken abgeben?
  • Kant nennt die Unmündigkeit „selbstverschuldet“. Ist das gerecht gegenüber Menschen, denen Bildung verwehrt wird?
  • Ein Offizier soll im Dienst gehorchen, darf aber als Gelehrter öffentlich Fehler im Kriegsdienst kritisieren. Überzeugt dich diese Trennung?

Bei Wertungsfragen gibt es kein Richtig oder Falsch. Gefragt ist eine Begründung und die stärkste Gegenstimme.

Arbeitsblatt

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immanuel-kant.info · Arbeitsblatt · Paket 1

Was ist Aufklärung?

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Bevor du liest

Was bedeutet für dich „mündig“?

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen.“

Kant, Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? (1784), AA VIII 35

„Es ist so bequem, unmündig zu sein.“

ebenda, AA VIII 35

Aufgabe 1

Erkläre mit eigenen Worten, was Kant unter Unmündigkeit versteht.

Aufgabe 2

Wann ist Unmündigkeit nach Kant selbstverschuldet? Die Antwort steht im Zitat oben.

Aufgabe 3

Kant nennt drei Vormünder: ein Buch, „das für mich Verstand hat“, einen Seelsorger und einen Arzt. Ergänze drei heutige und schreibe dazu, was man ihnen überlässt.

Aufgabe 4

Deine Meinung: Ist es heute leichter oder schwerer, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen? Begründe und nenne ein Gegenargument.

Quellen: korpora.org AA VIII 35 · korpora.org AA VIII 37 · Wikipedia Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? · www.immanuel-kant.info/de/aufklaerung

Quellen: korpora.org: AA VIII 35 · korpora.org: AA VIII 37 · Wikipedia: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?

2 · Kategorischer Imperativ, Pflicht und Neigung

Sekundarstufe II · Ethik, Philosophie, Religion

Ziel

Die Klasse unterscheidet pflichtmäßiges Handeln vom Handeln aus Pflicht (Kants Krämer, AA IV 397), wendet die Formel des allgemeinen Gesetzes auf das falsche Versprechen an (AA IV 421 f.) und grenzt den Imperativ von der Goldenen Regel ab (AA IV 430, Anmerkung).

Ablauf

45 Minuten

  1. Einstieg5 Min.

    Kants Krämer verlangt von allen denselben Preis, auch von einem Kind. Handelt er moralisch? Stimmungsbild im Beamer-Modus.

  2. Erarbeitung25 Min.

    Arbeitsblatt, Aufgaben 1 und 2: der Krämer, dann das falsche Versprechen mit dem Maximen-Prüfer am Beamer. Leitfrage: Was geschieht, wenn alle so handeln?

  3. Sicherung15 Min.

    Ergebnis sichern: Beim falschen Versprechen hebt sich die Maxime selbst auf, denn niemand würde mehr glauben, dass ihm etwas versprochen sei (AA IV 422). Aufgabe 3 als Hausaufgabe, mit dem Hinweis auf die zweite Formel oben auf dem Blatt (AA IV 429).

90 Minuten

  1. Einstieg10 Min.

    Wie in 45 Minuten.

  2. Erarbeitung55 Min.

    Wie oben, dann die Formel der Menschheit („niemals bloß als Mittel“, AA IV 429) und die Goldene Regel: Kant hält sie nicht für ein allgemeines Gesetz, denn der Verbrecher könnte mit ihr gegen seinen Richter argumentieren (AA IV 430, Anmerkung).

  3. Sicherung25 Min.

    Kurzvorträge: Wo greift die Goldene Regel zu kurz? Zum Schluss Schillers spöttisches Distichon „Gewissensskrupel“ als Gegenstimme zur Pflicht ohne Neigung.

Arbeitsblatt

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immanuel-kant.info · Arbeitsblatt · Paket 2

Kategorischer Imperativ, Pflicht und Neigung

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Bevor du liest

Wann ist eine Handlung für dich moralisch gut?

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten (1785), AA IV 421

„Handle so, dass du die Menschheit sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden andern jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchst.“

ebenda, AA IV 429

Aufgabe 1

Kants Krämer verlangt von allen denselben Preis, „so dass ein Kind eben so gut bei ihm kauft, als jeder andere“, weil es seinem Geschäft nützt. Handelt er pflichtmäßig oder aus Pflicht? Begründe (AA IV 397).

Aufgabe 2

Kants Beispiel, sinngemäß: „Wenn ich in Geldnot bin, leihe ich mir Geld und verspreche, es zurückzuzahlen, obwohl ich weiß, dass ich es nie tun werde.“ Was geschieht, wenn alle nach dieser Maxime handeln (AA IV 422)?

Aufgabe 3

Wer wird beim falschen Versprechen „bloß als Mittel“ gebraucht? Warum steht in der Formel das Wort „bloß“?

Aufgabe 4

Kant meint, die Goldene Regel könne kein allgemeines Gesetz sein; ein Verbrecher könnte mit ihr gegen seinen Richter argumentieren (AA IV 430, Anmerkung). Erkläre dieses Beispiel.

Quellen: korpora.org AA IV 397 · korpora.org AA IV 421 · korpora.org AA IV 422 · korpora.org AA IV 429 · korpora.org AA IV 430 · Wikipedia Kategorischer Imperativ · www.immanuel-kant.info/de/ethik

Quellen: korpora.org: AA IV 397 · korpora.org: AA IV 421 · korpora.org: AA IV 422 · korpora.org: AA IV 429 · korpora.org: AA IV 430 · Wikipedia: Kategorischer Imperativ

3 · Pflichtethik gegen Utilitarismus

Sekundarstufe II · Ethik, Philosophie, Abiturvorbereitung

Ziel

Die Klasse vergleicht an denselben Fällen, wie Kant und der Utilitarismus urteilen: Für Kant entscheidet der Wille, der einer Maxime folgt, für Bentham das größte Glück der größten Zahl. Sie benennt Stärken und Grenzen beider Theorien, ohne eine zur richtigen zu erklären.

Ablauf

45 Minuten

  1. Einstieg10 Min.

    Ein Fall aus der Dilemma-Werkstatt im Beamer-Modus: Die Klasse stimmt ab, bevor Kants Urteil und die Gegenstimme erscheinen.

  2. Erarbeitung25 Min.

    Arbeitsblatt: Grundsätze beider Theorien (Aufgaben 1 und 2), dann die Vergleichstabelle für zwei weitere Fälle in Gruppen.

  3. Sicherung10 Min.

    Gruppen stellen vor: Wo urteilen Kant und der Utilitarismus gleich, wo verschieden, und warum?

90 Minuten

  1. Einstieg10 Min.

    Wie in 45 Minuten.

  2. Erarbeitung50 Min.

    Wie oben mit vier Fällen. Dazu die Unterscheidung von Handlungs- und Regelutilitarismus: Bewertet man die einzelne Handlung oder die Regel, nach der sie geschieht?

  3. Sicherung30 Min.

    Streitgespräch in zwei Runden mit getauschten Rollen. Zum Schluss Aufgabe 4 still für sich: Wo widersprichst du dir selbst?

Geräte aus der Werkstatt

Zum Nachlesen: Ethik

Impulsfragen

  • Darf man einen Menschen opfern, um fünf zu retten? Was prüft Kants Verfahren, was prüft der Utilitarismus?
  • Kant nennt allein den guten Willen „ohne Einschränkung“ gut. Kann eine Handlung mit guter Absicht trotzdem schlecht sein?
  • Wie misst man Glück? Lässt sich das Glück verschiedener Menschen zusammenzählen?
  • Hast du in zwei Fällen nach verschiedenen Prinzipien geurteilt? Worin unterscheiden sich die Fälle für dich?

Bei Wertungsfragen gibt es kein Richtig oder Falsch. Gefragt ist eine Begründung und die stärkste Gegenstimme.

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immanuel-kant.info · Arbeitsblatt · Paket 3

Pflichtethik gegen Utilitarismus

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Bevor du liest

Was zählt für dich mehr: die Absicht oder die Folgen einer Handlung?

„Es ist überall nichts in der Welt, ja überhaupt auch außer derselben zu denken möglich, was ohne Einschränkung für gut könnte gehalten werden, als allein ein guter Wille.“

Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten (1785), AA IV 393

„Gut ist, was das größte Glück der größten Zahl hervorbringt.“

Jeremy Bentham, Prinzip des Nutzens, sinngemäß (kein wörtliches Zitat)

Aufgabe 1

Was ist nach Kant „ohne Einschränkung“ gut? Was folgt daraus für die Bewertung einer Handlung?

Aufgabe 2

Wonach bewertet der Utilitarismus nach Bentham eine Handlung?

Aufgabe 3

Wähle zwei Fälle aus der Dilemma-Werkstatt (QR-Code) und fülle die Tabelle aus.

FallKant prüft …Der Utilitarismus prüft …Mein Urteil

Aufgabe 4

Hast du in deinen beiden Fällen nach verschiedenen Prinzipien geurteilt? Worin unterscheiden sich die Fälle für dich?

Quellen: korpora.org AA IV 393 · Wikipedia Utilitarismus · Wikipedia Jeremy Bentham · Wikipedia Grundlegung zur Metaphysik der Sitten · www.immanuel-kant.info/de/ethik#dilemmas

Quellen: korpora.org: AA IV 393 · Wikipedia: Utilitarismus · Wikipedia: Jeremy Bentham · Wikipedia: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten

4 · Erkenntnistheorie: Rationalismus, Empirismus, Kants Wende

Sekundarstufe II · Philosophie

Ziel

Die Klasse unterscheidet Rationalismus (Erkenntnis aus der Vernunft) und Empirismus (Erkenntnis aus der Erfahrung), versteht, wie Hume Kant aus dem „dogmatischen Schlummer“ weckte (AA IV 260), und erklärt Kants Verbindung beider Seiten: „Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind“ (KrV A 51/B 75).

Ablauf

45 Minuten

  1. Einstieg5 Min.

    Stimmungsbild: Woher weißt du, dass 7 + 5 = 12 ist, aus Erfahrung oder aus bloßem Denken?

  2. Erarbeitung25 Min.

    Die beiden Lager kurz vorstellen (Descartes und Leibniz, Locke und Hume). Arbeitsblatt, Aufgaben 1 bis 3; das Urteils-Labor (Kapitel Erkenntnis) gemeinsam am Beamer spielen.

  3. Sicherung15 Min.

    Tafelbild: analytisch und synthetisch, a priori und a posteriori. Kants Leitfrage: Wie sind synthetische Urteile a priori möglich?

90 Minuten

  1. Einstieg10 Min.

    Wie in 45 Minuten.

  2. Erarbeitung55 Min.

    Wie oben, dazu Humes Zweifel an der Erkenntnis von Ursachen, Kants Antwort (Ursache als Begriff des Verstandes) und die kopernikanische Wende (KrV B XVI) mit ihrer Folge: Wir erkennen die Dinge, wie sie uns erscheinen, nicht, wie sie an sich sind.

  3. Sicherung25 Min.

    Aufgabe 4 zu Hume sichern, danach Gespräch: Was folgt daraus, dass wir die Dinge an sich nicht erkennen?

Arbeitsblatt

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immanuel-kant.info · Arbeitsblatt · Paket 4

Erkenntnistheorie: Rationalismus, Empirismus, Kants Wende

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Bevor du liest

Woher weißt du, dass 7 + 5 = 12 ist?

„Ich gestehe frei: die Erinnerung des David Hume war eben dasjenige, was mir vor vielen Jahren zuerst den dogmatischen Schlummer unterbrach und meinen Untersuchungen im Felde der spekulativen Philosophie eine ganz andre Richtung gab.“

Kant, Prolegomena (1783), AA IV 260

„Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind.“

Kant, Kritik der reinen Vernunft (1781/1787), A 51/B 75

Aufgabe 1

„Sicheres Wissen gewinnt man durch bloßes Denken.“ – „Alles Wissen stammt aus der Erfahrung.“ Welcher Satz passt zum Rationalismus, welcher zum Empirismus? Nenne je einen Vertreter.

Aufgabe 2

Erkläre Kants Satz aus der Kritik der reinen Vernunft (B 75) an einem eigenen Beispiel.

Aufgabe 3

Kreuze an. Kants Beispiele stammen aus der Einleitung der Kritik der reinen Vernunft.

Urteilanalytisch a priorisynthetisch a posteriorisynthetisch a priori
Alle Körper sind ausgedehnt.
Alle Körper sind schwer.
7 + 5 = 12
Alles, was geschieht, hat eine Ursache.

Aufgabe 4

Was hat Hume an Kants bisherigem Denken erschüttert? Lies im Kapitel nach (QR-Code).

Quellen: korpora.org AA IV 260 · korpora.org AA III 75 (B 75) · Wikipedia Rationalismus · Wikipedia Empirismus · Wikipedia Kritik der reinen Vernunft · www.immanuel-kant.info/de/erkenntnis

Quellen: korpora.org: AA IV 260 · korpora.org: AA III 75 (B 75) · Wikipedia: Rationalismus · Wikipedia: Empirismus · Wikipedia: Kritik der reinen Vernunft

5 · Zum ewigen Frieden und die Vereinten Nationen

ab Klasse 10 · Geschichte, Politik, Philosophie

Ziel

Die Klasse kennt den Aufbau der Schrift von 1795 (sechs Präliminar- und drei Definitivartikel), erklärt Kants Bund freier Staaten statt eines Völkerstaats (AA VIII 354) und vergleicht ihn mit dem Völkerbund (1920) und den Vereinten Nationen (1945).

Ablauf

45 Minuten

  1. Einstieg5 Min.

    Stimmungsbild: Braucht die Welt eine Weltregierung, damit Frieden herrscht?

  2. Erarbeitung25 Min.

    Aufbau der Schrift im Kapitel lesen. Arbeitsblatt, Aufgaben 1 und 2: die drei Definitivartikel und Kants Bund freier Staaten.

  3. Sicherung15 Min.

    Vergleich mit den Vereinten Nationen (Aufgabe 3): Was passt zu Kants Bund, was nicht?

90 Minuten

  1. Einstieg10 Min.

    Wie in 45 Minuten.

  2. Erarbeitung55 Min.

    Wie oben, dazu die sechs Präliminarartikel in Gruppen: Jede Gruppe sucht ein Beispiel aus der Geschichte, gegen das ihr Artikel spricht.

  3. Sicherung25 Min.

    Aufgabe 4 als Stellungnahme. Dazu die Kritik an der Schrift, die das Kapitel nennt: ein unrealistisches Ideal, oder der Bauplan heutiger Ordnung?

Geräte aus der Werkstatt

Zum Nachlesen: Frieden & Politik

Impulsfragen

  • Kant hält einen Weltstaat für die Idee der Vernunft, rechnet aber nicht damit, dass die Staaten ihn wollen. Wäre eine Weltregierung besser als ein Bund?
  • Warum soll nach Kant die Verfassung jedes Staates republikanisch sein? Was hat das mit Krieg zu tun?
  • Das Weltbürgerrecht ist bei Kant ein Recht auf Hospitalität. Was könnte das für Menschen bedeuten, die heute in ein fremdes Land kommen?
  • Ist ein Friedensvertrag mit geheimem Vorbehalt für einen künftigen Krieg ein Frieden?

Bei Wertungsfragen gibt es kein Richtig oder Falsch. Gefragt ist eine Begründung und die stärkste Gegenstimme.

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immanuel-kant.info · Arbeitsblatt · Paket 5

Zum ewigen Frieden und die Vereinten Nationen

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Bevor du liest

Was braucht es, damit Staaten dauerhaft in Frieden leben?

„Die bürgerliche Verfassung in jedem Staate soll republikanisch sein.“

Kant, Zum ewigen Frieden (1795), Erster Definitivartikel, AA VIII 349

„Das Völkerrecht soll auf einen Föderalism freier Staaten gegründet sein.“

ebenda, Zweiter Definitivartikel, AA VIII 354

„Das Weltbürgerrecht soll auf Bedingungen der allgemeinen Hospitalität eingeschränkt sein.“

ebenda, Dritter Definitivartikel, AA VIII 357

Aufgabe 1

Erkläre die drei Definitivartikel jeweils in einem Satz.

Aufgabe 2

Kant will einen Bund freier Staaten, keinen Völkerstaat. Was ist der Unterschied?

Aufgabe 3

Vergleiche mit den Vereinten Nationen (gegründet 1945): Nenne eine Gemeinsamkeit mit Kants Bund und einen Unterschied.

Aufgabe 4

Deine Meinung: Kann ein Bund freier Staaten dauerhaft Frieden sichern? Begründe und nenne ein Gegenargument.

Quellen: korpora.org AA VIII 349 · korpora.org AA VIII 354 · korpora.org AA VIII 357 · Wikipedia Zum ewigen Frieden · Wikipedia Völkerbund · Wikipedia Vereinte Nationen · www.immanuel-kant.info/de/politik

Quellen: korpora.org: AA VIII 349 · korpora.org: AA VIII 354 · korpora.org: AA VIII 357 · Wikipedia: Zum ewigen Frieden · Wikipedia: Völkerbund · Wikipedia: Vereinte Nationen

Beamer-Modus

Für die Tafel: größere Schrift, mehr Kontrast, weniger Bewegung. Und Kants Antwort bleibt verdeckt, bis du sie aufdeckst.

  1. 1
    Einschalten

    Der Knopf mit dem Projektor oben in der Kopfleiste oder die Taste B, auf jeder Seite. Der Modus bleibt an, bis du ihn ausschaltest.

  2. 2
    Abstimmen lassen

    Wo ein Gerät nach dem eigenen Urteil fragt, erscheint statt der Auflösung ein Stimmungsbild. Du zählst die Handzeichen je Option, zum Beispiel „14 / 5“.

  3. 3
    Aufdecken

    „Kants Antwort aufdecken“ zeigt die Auflösung, das Ergebnis der Klasse bleibt daneben stehen.

  4. 4
    Teilen

    „Link zu genau diesem Stand“ erzeugt eine Adresse und einen QR-Code. Wer ihn scannt, öffnet das Gerät in genau diesem Zustand.

Probier den Beamer-Modus hier aus: Schalte ihn mit dem Projektor-Knopf oben oder der Taste B ein und wähle dann eine Antwort. Ohne Beamer-Modus siehst du die Auflösung sofort.

Was meint Kant mit „Aufklärung“?

Quellen: korpora.org: AA VIII 35 · Wikipedia

Zitieren mit Fundstelle

An jedem Kant-Zitat mit Fundstelle steht ein kleiner Kopierknopf. Er kopiert den Wortlaut, die Stelle nach der Akademie-Ausgabe (bei der Kritik der reinen Vernunft nach den Auflagen A und B) und die Adresse der Seite mit Abrufdatum. So können Schülerinnen, Schüler und Studierende sauber belegen. Probier es an diesem Zitat:

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

Kant, Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? (1784), AA VIII 35

Einbetten: die Werkzeuge in deinem Kurs

Sieben Werkzeuge gibt es als eigenständige Einbettung für Moodle, IServ, mebis oder die eigene Kursseite. Kopiere den Code und füge ihn als HTML ein.

  • Maximen-Prüfer

    Kants vier Beispiele oder eine eigene Handlungsregel Schritt für Schritt prüfen.

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  • Dilemma-Werkstatt

    Erst selbst entscheiden, dann Kants Urteil und die Gegenstimme.

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  • Urteils-Sortierer

    Sätze nach analytisch/synthetisch und a priori/a posteriori ordnen.

    In neuem Tab öffnen
  • Wissensquiz

    Fragen zu Kants Leben und Denken, jede mit Erklärung und Quelle.

    In neuem Tab öffnen
  • Kant oder nicht Kant?

    Echte und falsch zugeschriebene Zitate auseinanderhalten.

    In neuem Tab öffnen
  • Kants Tag als Uhr

    Der belegte Tagesablauf von 4:45 Uhr bis zur Nachtruhe.

    In neuem Tab öffnen
  • Königsberg 1763

    Orte aus Kants Leben auf dem Stadtplan von 1763.

    In neuem Tab öffnen

Wähle oben „Vorschau“, um eine Einbettung hier auszuprobieren.

Kreuzworträtsel zum Ausdrucken

In der Werkstatt liegen je Sprache zwei Kreuzworträtsel zu Kants Begriffen, ein leichtes und ein schweres. Der Knopf „Drucken“ im Rätsel bietet zwei Fassungen: nur das Rätsel oder das Rätsel mit Lösungsblatt. Gebaut sind sie mit crosswordcreator.org; dort kannst du auch eigene Rätsel für deine Klasse erstellen.

Zu den Rätseln in der Werkstatt

Quelle: crosswordcreator.org

Datenschutz für Schulen

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